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Donnerstag, 25.10.2002
25.10.2002   Politik

Nächtliches Drama im Musical-Saal

Moskau. Am späten Abend liessen die Geiselnehmer doch noch vier Gefangene frei – statt mit der Geiselerschiessung zu beginnen, wie der Film-Regisseur Goworuchin mitgeteilt hatte. Er war dabei, als die Tschetschenen erklärten, dass sie alle Verhandlungen für unnötig halten. Mit der Freilassung signalisieren sie allerdings etwas anderes. Ihre eigene Drohung, morgen früh um 6:00 die ersten Geiseln zu töten, ist damit allerdings nicht vom Tisch. Bei der Massengeiselnahme von Budjonnowsk 1995 hatten die Tschetschenen sieben Männer erschossen, die sie für Militärs erklärt hatten. Am Abend versuchten viele russische Stars und Polit-Prominenz, sich als Vermittler einzuschalten. Bisher vergeblich. Das Innenministerium erklärt, es hätte inzwischen seinerseits genaue Informationen über die Familien und Freunde der Geiselnehmer. (rUFO/gim)

Der Anführer Mowsar Barajew
25.10.2002   Politik

Nervenkrieg um die Theater-Geiseln

Von Lothar Deeg. Der dritte Tag des Geiseldramas verlief in größter Anspannung. Während es um das von tschetschenischen Terroristen besetzte ehemalige Kulturhaus einer Kugellagerfabrik äußerlich ruhig blieb, wurden die Nerven bei Geiseln, Geiselnehmern und auch bei der russischen Bevölkerung dünn. Die Terroristen kündigten an, um 6 Uhr am Samstagmorgen die ersten Geiseln zu erschießen, wenn ihre Forderung nicht erfüllt werde. Auch liegt in Russland Pogromstimmung in der Luft. Wladimir Putin appellierte an sein multiethisches Staatsvolk, Ruhe zu bewahren: Rassenhass sei genau das, was die Terroristen provozieren wollen.

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Mufti Rawil Gajnutdin
25.10.2002   Panorama

Aufruf zu Frieden und Ruhe

Von Gaby Henze, Moskau. Beim traditionellen Freitagsgebet in der Zentralmoschee von Moskau hat der Vorsitzende des russischen Mufti-Rats, Scheich Rawil Gajnutdin zu Ruhe und Frieden in der Bevölkerung aufgerufen. „Wir dürfen keine zwischenreligiöse Konflikte aufkommen lassen“, sagte er vor den zahlreichen Gläubigen. Zusammen mit Gajnutdin beteten der saudische Prinz Turki Al-Fejsal, der gerade auf einem Staatsbesuch in Moskau ist, sowie der Generaldirektor der Islamischen Liga, Scheich Abdallach Abdulkasim at-Turki für die Befreiung der Gefangenen.

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 (v.l.) Stellvertretender Leiter der Tschetschenischen Vertretung  Abubakir Bajbatyrow, Pressesprecher Edi Isajew und Vertreter der tschetschenischen Diaspora aus Jekaterinburg
25.10.2002   Panorama

Die anderen Tschetschenen

Von Gaby Henze, Moskau. Die Sicherheitsmaßnahmen sind nicht verstärkt worden vor der ständigen Vertretung Tschetscheniens im Zentrum Moskaus: Nur ein Milizionär mit einem Maschinengewähr. Oben in der 18. Etage kehrt keine Ruhe ein. Vertreter der tschetschenischen Diaspora aus ganz Russland geben sich die Klinge in die Hand. Alle wollen irgendwie helfen, aber keiner weiß so richtig, wie. Viele tschetschenische Männer haben sich schon gemeldet und sich als Geiseln angeboten.

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Mark Rosowski (Foto:rufo)
25.10.2002   Panorama

Das bedeutet, meine Tochter wird mit vierzehn Jahren sterben

Interview mit Mark Rosowski, Jahrgang 1937, Art-Direktor des „Theaters am Niktitski-Tor“ in Moskau. Seine 14-jährige Tochter Katja befindet sich unter den Geiseln. Das Interview entstand am Rande der Kundgebung der Geiseln-Angehörigen am Roten Platz. Der kräftige Mann schluckt und hält im Gespräch die Tränen nur mühsam zurück.

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25.10.2002   Meinung & Analyse

Blutiges Finale des dritten Geiseldramas

Von Gisbert Mrozek, Moskau. Es steht schlecht um das Leben der Geiseln in Moskau - insbesondere nachdem am Freitagnachmittag die Tschetschenen ihren Geiseln damit drohten, ab Samstagfrüh mit der Erschiessung zu beginnen. Woraufhin FSB-Chef Nikolai Patruschew anbot, den Tschetschenen ihr Leben zu garantieren, wenn sie die Geiseln leben liessen. Einiges deutet darauf hin, dass es zu einem blutigen Finale des Dramas kommen wird - nicht heute und nicht morgen, aber in ein paar Tagen.

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Alexandrinski-Theater/foto:Deeg
25.10.2002   Stadtnachrichten

„Bei uns kann so was nicht passieren!“

St. Petersburg. Das ließ am Donnerstag Vize-Gouverneurin Anna Markowa im tiefsten Brustton der Überzeugung verlauten. Sie muss es ja wissen, denn bei jeder Katastrophe, die in Petersburg passiert, wird sie schnellstens an die Front geworfen. Es ist tatsächlich ruhig in Petersburg. Alle anberaumten Theater- und Sportveranstaltungen finden statt. Viel mehr Miliz als gewöhnlich ist auch nicht zu bemerken. Aber die Stimmung ist gedrückt. Alle verfolgen mit Besorgnis und Angst die Geschehnisse im Moskauer Musical-Theater.

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Aslan Maschadow/foto:newsru.com
25.10.2002   Politik

Behörden sehen Maschadow als Drahtzieher

Moskau. Der Plan für die Geiselnahme in Moskau wurde vom tschetschenischen Ex-Präsidenten Aslan Maschadow mit ausgearbeitet. Dies behaupten jedenfalls die russischen Behörden. Man verfüge über Beweise, die die Verbindung der Geiselnehmer zu dem untergetauchten ehemaligen Chef der Kaukasusrepublik belegen, erklärte Vize-Innenminister Wladimir Wassiljew. Widersprüchlich sind die Informationen, ob der russische Krisenstab mit Maschadow verhandeln möchte oder nicht.

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Terroristin im Musical-Theater (Foto:
25.10.2002   Politik

Ausländer-Freilassung verschoben oder aufgehoben ?

Moskau. Zwar wurden um die Mittagszeit herum 8 Kindergeiseln freigelassen, aber auch die zweite Frist, die die Tschetschenen für die Freilassung der 75 Ausländer genannt hatten, verstrich. Sie hätten, sagen FSB-Sprecher, ihrerseits alle Bedingungen der Geiselnehmer für die Freilassung der Ausländer erfüllt. Warum sie dann doch nicht gehen konnten, bleibt unklar. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass die Tschetschenen den Bruch des Heizsystems im Erdgeschoss für eine Aktion der Sicherheitsdienste hielten, mit der ein Sturmangriff vorbereitet wird. Das Erdgeschoss ist von heißem Wasser überflutet. Die Tschetschenen wollen aber eine russiche Klempnerbrigade nicht einlassen.

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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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