Dienstag, 10.01.2012

Sasha Pushkin läutet mit Funplugged das neue Jahr ein

Sasha Pushkin – der Petersburger und Wahlberliner ist bereit für das neue Jahr. Funplugged in Berlin. (Foto: Steve Troeb)
Berlin. Gerade erst hat das neue Jahr begonnen, die Alkoholschwaden sind verdunstet, und es wird wieder Zeit, sich den ernsteren Dingen des Lebens zu widmen. Aber auch die dürfen ruhig Spaß machen: Funplugged.
Sasha Pushkin ist ein multimedialer Künstler in allen Lebenslagen. Begonnen hat der gebürtige St. Petersburger im Alter von sieben Jahren am Klavier. Mit acht spielte er eigene Stücke und mit 22 sahen ihm bereits 10.000 Zuhörer auf die Finger. So einfach scheint das bei ihm zu gehen.

Und das ist ja auch noch lange nicht alles, was dieser Sasha Pushkin an den Tag legt. Er schreibt Poesie, manchmal malt er auch und schafft Skulpturen. Sein großes Feld ist und bleibt aber die Musik. Pushkin intoniert Musicals und Multimedia-Veranstaltungen. Seinen Stil nennt er „Exprovisation“.

Momentan lebt er gerade in Berlin, und da hat er sich ja schon wieder etwas Tolles einfallen lassen:

Wann und wo:
12.01.2012, 21.00 Uhr – Berlin, Kafe Burger

Sasha Pushkin Funplugged


Wer jetzt ambitioniert im Ethno-Boot durch den Worldmusic-Dschungel schippern will, braucht natürlich auch eine verlässliche Crew. Ein bisschen was vom Jazz sollte es haben, Bodenständig genug, um bei den Wurzeln zu bleiben, und gehobenen Spaß sollte es vor allem machen.

Fündig wurde Sascha Pushkin bei Oleg Matrosov, dem Leichtmatrosen von Bord der Berliner Band Apparatschik, dem hin und wieder an der Balalaika der Gaul durchzugehen scheint, und einem Altmeister am exotischen Schlagwerk. Der 74jährige Souleymane Toure von der Elfenbeinküste hält das Ganze mit seiner grundsoliden Percussion professionell zusammen.

Russian Fun Folk


Aber was macht dieses Konzept, sofern es denn überhaupt eines ist, so genial? Vermutlich einfach nur die Schlichtheit und der bodenständige Witz, der dem Funplugged-Projekt innewohnt. Wodkaselig tiefgründig und trotzdem so beschwingt befreiend durch Pushkins Gitarrenspiel.

Das Rezept ist aber auch so was von simpel. Man nehme russische Volksmusik, vermixe mit einer Prise griechischer Rembetikoweisen aus dem Kaffeehaus und wähle eine Sprache des Gesangs. Das darf russisch, englisch oder deutsch sein, und wenn dann doch mal ein afrikanischer Dialekt dazwischen kommt: halb so wild.

Dann spiele man die Balalaika nach russischer Art, aber im Stile einer amerikanischen Swingband aus den 30ern und pfeffere nicht zu sparsam mit afroamerikanischen Jazzrhythmen im Freestyle-Format.

Umrühren und fertig sind die musikalischen Exkursionen in den Open-Mind-Kosmos aus dem Hause Pushkin. Und die haben’s in sich…