Donnerstag, 14.01.2010

TV-Tipp: Die Moskauer Zirkusschule unterwegs im Waldai

Da staunt der Elch: Moskauer Zirkusschule unterwegs in den Wäldern des Waldai (Foto: TV/ARTE)
Waldai. Ein Trupp der Moskauer Zirkusschule verbringt zwei Wochen am Seligersee um für ihre Auftritte in den umliegenden Dörfern zu proben. Ein ARTE-Kamerateam hat die jungen Artisten mit ihrem alten Bus begleitet.
Wer einmal eine Legende wie Oleg Popow werden will muss hart arbeiten, verdammt hart. Das weiß auch Alexej der Clown, der derweil mit den Frühstückseiern probt. Pavel, der Jongleur will es gar bis nach Monte Carlo schaffen.

Ein bisschen von dem Duft der großen Manege haben sie alle aus der bunten Truppe eingeatmet, die da am Ufer des Seligersees, in den Waldaihöhen zwischen Moskau und St. Petersburg übt und übt ... so der Stimmungsbericht des ARTE-Teams.

Sie waren dabei, wie Igor Teplow mit seinem alten Klapperbus losgezogen ist, mit an Bord seine Schüler der Moskauer Zirkusschule. Igor ist ehemaliger Zirkusartist. Nun wollte er diesem Haufen an Nachwuchskünstlern in der abgeschiedenen Provinz das wahre Leben des Zirkus zeigen, nämlich für die Menschen da zu sein, sie zu erheitern. Und sei es nur für die kurze Zeit ihres Auftritts.

So führten sie ihr Lagerleben und treten regelmäßig in den umliegenden Dörfern auf. Um zu üben für später, für ihren großen Auftritt. Für die Ortsansässigen ist das eine Abwechslung im Alltag, ein Hauch von großer weiter Welt. Es ist nicht wirklich viel los hier entlang der Ufer des Seligersees in den kleinen Ortschaften. Die Männer sind tot, die Jungen in der Stadt, ältere Frauen prägen das Bild. Da ist jede Abwechslung vom grauen Alltag willkommen.

Der 45-minütige Film von Wolfgang Mertin kommt im Rahmen der Reihe „360° - Geo Reportage“ auf ARTE am 16.Janauar um 19.30 Uhr MEZ.

Die Wiederholung der Sendung ist für den 21.01. um 08.00 Uhr vorgesehen.