Endspurt: Noch ein Jahr bis zur EM-2012 in der Ukraine und Polen

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Das entsprechende Angebot haben sie schon, aber was denken Souvenirhändler in Kiew über die EM-2012?

Sergeij: "Das ganze Land freut sich auf die Fußball-Europameisterschaft. Das ist ein wichtiger Schritt, auch in Hinblick auf die Beitrittsverhandlungen zur EU. Wir können dadurch zeigen, dass wir in der Lage sind so ein Event auszurichten. Und glaube mir: Wir sind definitiv dazu in der Lage. Wir haben den Zusammenbruch der Sowjetunion überlebt, wir werden auch die EURO-2012 überleben. Ich bin da ganz optimistisch: Die Restaurants, die Hotels und auch die Straßen werden fertig sein bis zum Anpfiff am 8. Juni 2012. Aber ehrlich gesagt denken die Menschen hier jetzt noch gar nicht daran. Die Initiative dafür kam ja auch nicht von den Menschen sondern von der Regierung. Natürlich sind wir froh, dass wir jetzt Austragungsort sind und wir werden das Beste daraus machen."
Anatolij: "Ich bin nicht so optimistisch wie mein Standnachbar. Ich glaube durch die EURO 2012 wird sich gar nichts dauerhaft ändern. Klar, man baut jetzt ein paar neue Stadien. Aber warum hat man das nicht schon früher gemacht? Wozu braucht es dazu so ein Event wie die EM? In Deutschland und Großbritannien bauen sie ja auch Stadien ohne konkreten Anlass. Warum geht das nicht auch bei uns? Natürlich ist es für uns als Souvenirhändler gut, dass wir im Juni 2012 mehr Touristen haben werden. Aber nach einem Monat ist der Spuk vorbei. Und dann sitzen wir auf den Schulden und überlegen, wo wir das Geld für die Zinsen hernehmen sollen."

Reportage zur EM-Vorbereitung
(Foto: Pauline Tillmann/.rufo)
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