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Freitag, 26.11.2004
Ein schönes Auslands-Image kostet teures Geld
St. Petersburg. Russland ist bereit, für sein Ansehen im Ausland tief in die Tasche zu greifen. Eine bis anderthalb Milliarden Dollar müssen jährlich aufgebracht werden, um dem Land in den Augen der Welt ein positives Image zu verschaffen. Der Prozess der „Gesundwaschung“ kann nach Expertenmeinung bis zu 20 Jahre dauern.
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Russlands Image in der Welt war Thema eines Rundtisch-Gesprächs im Föderationsrat. Michail Trojanski, stellvertretender Direktor des Departments für Information und Presse beim Außenministerium, sieht hier „ernste Probleme“, die nur mit „systematischen und langfristigen Anstrengungen“ aus der Welt geschafft werden könnten.
Die negative Beurteilung Russlands im Ausland führt er auf den Kalten Krieg zurück, der immer noch nicht überwunden sei. Heute müsse daran gearbeitet werden, dass die Welt Russland nicht als Schreckgespenst, sondern als verlässlichen Partner mit einer transparenten, berechenbaren und friedliebenden Politik wahrnehme.
Man müsse der Welt beibringen, Russland endlich so zu sehen, wie es heute objektiv ist. Laut Trojanski ist Russland nämlich längst ein „zivilisiertes Land mit Marktwirtschaft und modernsten Technologien, in dem demokratische Umgestaltungen geschehen und das die allgemeinmenschlichen moralischen und kulturellen Werte teilt; ein friedliebendes Land, das seine nationalen Interessen zu wahren weiß und sich schnell in die Weltgemeinschaft integriert“.
Damit der Rest der Welt dies irgendwann auch so sieht, muss ordentlich investiert werden. Eine bis anderthalb Milliarden Dollar pro Jahr sollen dem demolierten Image auf die Sprünge helfen. Schnelle Erfolge sind aber nicht zu erwarten. „Sein Image in wenigen Jahren grundlegend zu ändern, ist noch keinem Land gelungen“, so Trojanski. So veranschlagt er für den Gesundungsprozess bis zu 20 Jahre. (sb/.rufo)
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