| Tschetschenien ist trotz einiger Erfolge gegen die inzwischen international isolierten Kampfgruppen zwar weiter ein Schmerzpunkt, aber es ist zu einem innen- und aussenpolitischen Randproblem geworden. Unter Terroranschlägen leidet Russland mittlerweile auch nicht mehr als Israel, die USA oder jetzt leider Gottes auch Spanien.
Mit dem Wahlergebnis im Rücken könnte Putin, wie versprochen, zu neuen Ufern aufbrechen. Modernisierung, Wirtschaftsaufschwung und Kampf gegen die Armut angehen. Zu schaffen wäre das, wenn die Weltölpreise hoch bleiben und die Kabinetts- und Verwaltungsreform nicht auf dem Papier bleibt. Und wenn europäisches Kapital und Know-how dazukommen. Die Symbolfiguren des Wirtschaftsliberalismus hat Putin mit Bedacht im Kabinett behalten.
Aber Putin ist nicht von Europa abhängig. Russland wird selbstbewusster werden. Kritik aus dem Westen, besonders solche, die als oberlehrerhaft und ungerecht empfunden wird, wird Putin eher nützen. Das Hauptgefühl im Lande ist: „Wir sind wieder wer“.
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