 |
|
| So würden viele Moskauer das Bolschoi Theater gern wieder sehen. Doch noch wird es renoviert (Foto: bolshoj.ru) | |
Freitag, 24.07.2009
Großes Theater um Renovierung des Bolschoi-Theaters
Moskau. Seit vier Jahren wird das Bolschoi-Theater renoviert. Eigentlich sollte es bereits im vergangenen Jahr übergeben werden, doch die Arbeiten laufen schleppend. Nach heftiger Kritik wechselt nun das Bauunternehmen.
|
|
Bisher war die SUI-Holding verantwortlich für die Bauarbeiten. Bisher wurden alle tragenden Säulen im Bolschoi-Theater ausgewechselt und die Bühne umgebaut. Doch eigentlich sollte die Renovierung schon 2008 abgeschlossen sein. Doch das Gerüst um das Theater steht noch und es wird auch noch eine Weile stehen.
|
Kritik an den alten Baufirmen Natürlich hat die Verzögerung scharfe Kritik hervorgerufen. Kulturminister Alexander Awdejew machte die SUI-Holding schon Anfang des Jahres für zahlreiche Mängel beim Bau verantwortlich. Kurz darauf trafen die Behörden (das Bolschoi-Theater wird weitgehend aus Staatsgeldern finanziert) die Entscheidung, die Bautätigkeit zu verstärken.
|
Im Juni gab es dann die ersten sichtbaren Veränderungen auf der Baustelle. Statt 400 arbeiten nun 2.000 Mann an der Renovierung des Bolschoi Theaters. Und nun hat der kaukasische Bauunternehmer Sijawudin Magomedow der SUI-Holding die Mehrheit am Projekt abgekauft. Sein Unternehmen „Summa Kapital“ erwirbt 50 Prozent plus eine Aktie an SUI-Projekt, einem von der SUI-Holding extra für die Renovierung des Bolschoi Theaters gegründeten Tochterunternehmen.
|
Wechsel des Bauunternehmens für neuen Schwung Die bisherigen Bauherren sind den Auftrag damit praktisch los. Die Form der Übernahme durch ein anderes Unternehmen wurde gewählt, um nicht durch eine neue Ausschreibung noch einmal Zeit zu verlieren. Der neue Übergabetermin ist nun auf 2011 festgesetzt worden.
|
Magomedow, der auch Mäzen des Bolschoi-Theaters ist, hat bereits Erfahrungen beim Bau schwieriger Objekte. Ob Ölterminals oder – pipelines, Brücken oder Kraftwerke, Sportarenen, Straßen oder Wohnungen; „Summa Kapital“ hat bereits auf allen Ebenen des Bausektors gearbeitet.
|
Im letzten Jahr war die Tätigkeit freilich nicht besonders erfolgreich. „Summa Kapital“ erzielte einen Verlust von rund 500.000 Euro. Der Auftrag für das Bolschoi-Theater spielt aber in einer ganz anderen Größenordnung. Die Gesamt- investitionen werden auf umgerechnet 350 Mio. Euro geschätzt.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>