Montag, 01.10.2007

Meinungsfreiheit: Journalisten schreiben an Putin

Mit Interesse habe ich diesen Artikel gelesen und möchte hierzu mal etwas anmerken. Jedes Recht unterliegt auch Pflichten, die man einhalten muss. Im Falle der Darstellung von Putin in einer SS-Uniform handelt es sich eindeutig um die Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

Zum Artikel Meinungsfreiheit: Journalisten schreiben an Putin
Hier ein Beispiel aus der amerikanischen Politik:
youtube.com/watch?v=6h3G-lMZxjo.
Dieses auf Orwells “1984” anspielende Video hätte H. Clinton aus dem Netz jeder Zeit entfernen und den Urheber verklagen können. Ähnliches trifft auf eine Montage von dem deutschen Innenminister Schäuble mit dem Zusatz “Stasi 2.0” zu, das ebenfalls wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts nicht verbreitet werden durfte.

Hier mal ein Link zu einer sehr interessanten Seite eines deutschen Blogs, der sich auch sehr stark mit Problemen von erlaubten Formulierungen auseinander setzt: rotglut.org/nachrichten.php. Dort kann man auch ersehen, wie schnell man in unserer ach so freien Welt ganz schnell eine Maulkorb bekommen kann, wenn man “Spielregeln” nicht einhält.

Verletzung des Persönlichkeitsrechts und schlecht recherchierte Artikel haben überhaupt nichts mit unabhängigem Journalismus zu tun.
Ich könnte das Ganze noch sehr weit ausführen, zum Beispiel, dass auch im “freien” Westen ich gegen jede Redaktion innerhalb von Stunden eine einzeilige Verfügung erwirken kann, aber dass Starfprozesse sich oft über Jahre hinziehen.

Der Vorwurf richtet sich nicht gegen diese Redaktion, sondern ausschiesslich gegen die Auszüge des Briefes.

Günther Lehmann