Samstag, 25.04.2020

Geschichte Russland: Begegnung an der Elbe

St. Petersburg. Am 25. April 1945 kam es in der Nähe von Torgau an der Elbe zum historischen Aufeinandertreffen von sowjetischen und amerikanischen Soldaten. Das Bild vom ersten Händedruck der im Kampf gegen Hitlerdeutschland Verbündeten ging schon wenige Stunden später um die Welt.
In Moskau wurden zu Ehren des wichtigen Ereignisses 24 Salven in den Himmel geschossen; am Times Square in New York wurde ausgelassen gefeiert. Die militärischen Folgen der Begegnung an der Elbe waren Folgende:

Die Reste der deutschen Verbände wurden in zwei Teile zerrissen, wodurch ihre Manövrierfähigkeit und Kampfkraft erheblich sanken und die Niederlage des „Dritten Reiches“ beschleunigt wurde.

Der legendäre rote Marschall und dreifache Held der Sowjetunion Semjon Budjonny, Kommandeur der Ersten Kavallerie-Armee im Bürgerkrieg, wurde am 25. April 1883 geboren. Als 1937 ein Verhaftungskommando vor seiner Datscha anrückte, empfing er es mit Maschinengewehrfeuer.

Stalin erfuhr davon, ließ die Aktion abbrechen und befahl Budjonny, die Waffen zu strecken. Später erzählte der schlitzohrige Bürgerkriegsheld, er habe damals nur zwei MGs abgegeben und vier weitere auf dem Dachboden versteckt.

(sb/.rufo)



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