Samstag, 12.10.2019

Geschichte Russland: Chruschtschows Schuhattacke

St. Petersburg. Am 12. Oktober 1957 kam der Film „Wenn die Kraniche ziehen“ in die sowjetischen Kinos. Die unter die Haut gehende Geschichte aus dem Leben im Moskau der Kriegsjahre bekam im Jahr darauf beim Filmfestival in Cannes eine „Goldene Palme“.
1960 ließ sich KPdSU-Chef Nikita Chruschtschow dazu hinreißen, vor der UN-Generalversammlung einen Schuh auszuziehen und damit das Rednerpult zu bearbeiten. Was ihn in solche Rage versetzte, war die sowjetkritische Rede eines philippinischen UN-Vertreters.

In den letzten Jahren wird die Authentizität des Vorfalls immer mehr in Zweifel gezogen. So verweist Chruschtschows in den USA lebender Sohn ihn ins Reich der Legenden.
Dorthin könnte auch der Hinweis gehören, der Sitzungsleiter habe bei dem Versuch, die Ruhe im Saal wiederherzustellen, sein Hämmerchen zerbrochen.



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