Sonntag, 14.06.2020

Geschichte Russland: Die Katastrophe von Budjonnowsk

St. Petersburg. Am 14. Juni 1995 drangen zwei Lastwagen mit tschetschenischen Terroristen in die südrussische Stadt Budjonnowsk ein. Nach dem vergeblichen Versuch, das Gebäude der Innenbehörde zu nehmen, verschanzten sie sich schließlich im städtischen Krankenhaus.
Die Besatzer forderten u. a. die sofortige Beendigung der Kriegshandlungen in Tschetschenien. Am Abend des 17. Juni zogen sie sich mit etwa 100 Geiseln (zumeist Frauen und Kinder) in Richtung der tschetschenischen Grenze zurück. Nach langen Verhandlungen ließen die Terroristen die Geiseln schließlich frei.

Bei dem Überfall und den anschließenden Kampfhandlungen kamen mehr als 150 Menschen ums Leben, mehr als 400 wurden verletzt.
Die Geiselnahme von Budjonnowsk gehört zu den spektakulärsten Aktionen der tschetschenischen Separatisten in ihrem Kampf gegen die russische Staatsmacht.

(sb/.rufo)



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