Dienstag, 24.03.2020

Geschichte Russland: Ein altes Lied mit neuem Text

St. Petersburg. Am 24. März 1882 trat Robert Koch an die Öffentlichkeit, um die Entdeckung des Tuberkuloseerregers bekannt zu geben. 1976 wurde die argentinische Präsidentin Isabel Peron durch einen Militärputsch gestürzt. Russland bekam 2001 seine alte neue Hymne zurück.
Die Geschichte der russischen Hymnen ist lang und kompliziert. Alles begann mit Shukowskis „Gebet der Russen“, das 1816 von Alexander I. in den Rang einer offiziellen Hymne erhoben wurde.

„Gott schütze den Zaren“ geht über in die „Internationale“


Am 25. Dezember 1833 trat das Lied „Gott schütze den Zaren“ auf den historischen Plan und hielt sich bis zur Februarrevolution von 1917, als die Romanows die Weltszene verlassen mussten.

Die „Russische Marseillaise“ war von ebenso kurzer Dauer wie die Interimsregierung. Bereits am 10. Januar 1918 empfahl Lenin, angesichts des „unerbittlichen Klassenkampfes“ die „bourgeoise Marseillaise“ durch die arbeiterkämpferische „Internationale “zu ersetzen.

Am 1. Januar 1944 erklang erstmals die Melodie, die wir heute wieder hören, wenn auch mit anderem Text. Den „unzerstörbaren Bund freier Republiken“ beschrieb damals Sergej Michalkow. Als 2000 die Entscheidung getroffen wurde, die alte Melodie mit neuen Worten zu versehen, machte sich wiederum Michalkow ans Umschreiben seines alten Textes.

Erster Romanow-Zar besteigt den Thron


Im weit zurück liegenden Jahr 1613 willigte der 16jährige Michail Romanow nur ungern ein, russischer Zar zu werden. Nach der langen und zermürbenden „Zeit der Wirren“ begann damit für Russland eine Zeit neuer Blüte.

Die Dynastie der Romanows hielt sich 304 Jahre und wurde, wie oben bereits erwähnt, im Februar 1917 zum Rücktritt gezwungen.

(sb/.rufo)



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