Freitag, 14.07.2017

Geschichte Russland: Ersteinsatz der „Katjuscha“

St. Petersburg. Hinter diesem zärtlichen Namen verbirgt sich nichts anderes als der berühmte Mehrfachraketenwerfer, der am 14. Juli 1941 zum ersten Mal zum Einsatz kam. In der Nähe von Orjol versetzte er die Soldaten der deutschen Wehrmacht mit seinem heulenden Gefechtsgeräusch in Angst und Schrecken, wofür die das Gerät auf den Namen „Stalinorgel“ tauften.
Die Katjuscha (Verkleinerungsform des Namens Katharina und Reminiszenz an das damals beliebte gleichnamige Volkslied) gab es in mehreren Ausführungen.

Von einem auf einen Lastwagen montierten Werferrahmen konnten gleichzeitig zwischen 16 und 54 Salven abgefeuert werden. Die Reichweite der Raketen lag zwischen 2.500 und 8.000 Metern.

Im Laufe des Krieges gewann der Raketenwerfer immer mehr an Bedeutung. Beim Kampf um Stalingrad waren bereits drei Mal so viele Katjuschas im Einsatz als bei der Schlacht um Moskau im Herbst 1941. Vor Berlin besaß die Rote Armee dann 219 Katjuscha-Divisionen.

(sb/.rufo)



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