Montag, 06.04.2020

Geschichte Russland: Flucht in den Westen

St. Petersburg. Am 6. April 1930 wurde in der Sowjetunion der Leninorden eingeführt, der den Rotbannerorden als bis dahin höchste Auszeichnung ablöste. 1978 brach der sowjetische Botschafter in den USA „mit Moskau“ und bat um politisches Asyl.
Der „Fall Arkadi Schewtschenko“ erregte seinerzeit großes Aufsehen, handelte es sich doch um einen der höchsten Diplomaten des Landes. Schewtschenko, ein enger Vertrauter des damals allmächtigen sowjetischen Außenministers Andrej Gromyko, war nicht nur Botschafter in den USA, sondern zudem stellvertretender UN-Generalsekretär gewesen.

Seinen Schritt führte Schewtschenko Mitte der 1980er Jahre in seinen Memoiren auf „Meinungsverschiedenheiten mit der Sowjetregierung“ zurück.

Zugleich gab er zu, jahrelang für den CIA spioniert zu haben. Die Sowjetunion verurteilte den Abtrünnigen in dessen Abwesenheit zum Tode, segnete dann aber noch vor ihrem „verlorenen Sohn“ das Zeitliche.

(sb/.rufo)



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