Mittwoch, 25.12.2019

Geschichte Russland: Gorbatschow nimmt seinen Hut

St. Petersburg. Am 25. Dezember 1991 erklärte der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow seinen Rücktritt. Als Begründung gab er „prinzipielle Erwägungen“ angesichts der „Gründung der Gemeinschaft unabhängiger Staaten“ an. Er wünschte seinen Mitbürgern alles Gute und versicherte ihnen, er glaube an sie.
Gorbatschow hatte bereits am 22. August 1991, als der Putschversuch gegen ihn gescheitert war, seinen Posten als Generalsekretär der KPdSU aufgegeben. Am 8. Dezember waren dann die Verhandlungen über die Gründung der GUS abgeschlossen.

Nach Gorbatschows Rede am 25. Dezember wurde um 19.38 Uhr die Sowjetflagge mit Hammer und Sichel von der Kuppel des Kreml-Palastes entfernt und stattdessen die weiß-blau-rote Trikolore Russlands aufgezogen.


Damit hatte die Sowjetunion offiziell aufgehört zu existieren und mit ihr das Amt des Staatspräsidenten, das Michail Gorbatschow seit dem 15. März 1990 innegehabt hatte.




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