Samstag, 08.07.2017

Geschichte Russland: Heldenmütter und Mutterruhm

St. Petersburg. Am 8. Juli 1944 stiftete das Präsidium des Obersten Sowjets durch einen Erlass den Ehrentitel „Heldenmutter“, den Orden „Mutterruhm“ und die „Medaille der Mutterschaft“. Damit sollte die Bedeutung von Mutterschaft und Kindererziehung den Heldentaten der Verteidiger des Vaterlandes gleichgesetzt werden.
„Heldenmutter“ wurde eine Frau, die mindestens zehn Kinder hatte, wobei das jüngste nicht jünger als ein Jahr sein durfte und alle Kinder am Leben sein mussten. Der „Mutterruhm“ wurde für sieben bis neun Kinder verliehen, die „Mutterschaft“ für fünf bis sechs.

Natürlich stand diese Maßnahme im Zusammenhang mit den großen Verlusten im Zweiten Weltkrieg. Mit den Orden sollte die Zunahme der stark dezimierten Bevölkerung angekurbelt werden.

Heute werden diese Auszeichnungen nicht mehr vergeben. Dabei hat Russland große Probleme mit seiner demographischen Entwicklung.

(sb/.rufo)



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