Montag, 14.08.2017

Geschichte Russland: Jagd auf unbequeme Dichter

St. Petersburg. Am 14. August 1946 überschüttete das Zentralkomitee der Partei die Literaturzeitschriften „Swesda“ und „Leningrad“ mit harscher Kritik. Eine Reihe von Schriftstellern wurden der Prinzipienlosigkeit, des Formalismus und der "Kriecherei vor der bürgerlichen Kultur“ angeklagt.
Am schlimmsten traf es Michail Soschtschenko und Anna Achmatowa, für die die öffentliche Bloßstellung einem Arbeitsverbot gleichkam. Die Zeitschrift „Leningrad“ musste ihr Erscheinen ganz einstellen. Der Erlass des ZK wurde erst 1988 als „Fehler“ zurückgenommen.

Am 14. August 1986 fällte das Zentralkomitee der KPdSU dagegen eine weise Entscheidung: Alle Arbeiten zur Umleitung der sibirischen Flüsse von Nord nach Süd wurden eingestellt.

Damit fand ein „besonders grandioser“ Versuch des Menschen, sich die Natur untertan zu machen, ein Ende.

(sb/.rufo)



Mehr über Russlands Geschichte im Russland-Aktuell-Lexikon >>>
Die Lage an den Fronten des II.Weltkrieges >>>