Donnerstag, 16.04.2020

Geschichte Russland: Lenin kommt nach Petrograd

St. Petersburg. Am 16. April 1917 kehrte Wladimir Uljanow (Lenin) aus der Emigration nach Petrograd zurück. Kaum war er am Finnländischen Bahnhof dem Zug entstiegen, kletterte er vor dem Bahnhof auf einen Panzerwagen und hielt eine programmatische Rede an das Volk.
Sieben Jahre später war der „Führer des Weltproletariats“ bereits tot. Zu seinem Gedenken wurde am 16. April 1924 der Grundstein zum berühmten Denkmal „Lenin auf dem Panzerwagen“ gelegt. Dieses Meisterwerk der frühen sowjetischen Bildhauerei steht bis heute auf Platz vor dem Finnländischen Bahnhof in St. Petersburg.

Das Denkmal für den Gründer des Sowjetstaates überlebte 2010 einen Bombenanschlag, bei dem das Hinterteil der Statue stark beschädigt wurde. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten kehrte das Monunment auf seinen angestammten Platz zurück.

1934 wurde der Titel „Held der Sowjetunion“ aus der Taufe gehoben. Er wurde an Bürger verliehen, die sich durch „heldenhaftes Verhalten zum Verdienst des Vaterlandes“ hervortaten. Mit dem „Helden“ bekam der Ausgezeichnete zugleich einen Leninorden.

Erste Träger des Titels waren sieben Piloten, die die Tscheljuskin-Arktisexpedition aus dem Eis retteten. Zum letzten Mal wurde der Titel im Oktober 1991 verliehen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehr als 13.000 Sowjetmenschen mit dem „Helden“ ausgezeichnet.

(sb/.rufo)



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