Dienstag, 14.04.2020

Geschichte Russland: Majakowski nimmt sich das Leben

St. Petersburg. Am 14. April 1930 setzte der berühmte sowjetische Dichter Wladimir Majakowski seinem Leben mit einem Revolverschuss ein Ende. Fünf Jahre vorher hatte er noch harte Kritik an Sergej Jessenins Selbstmord geübt, doch nun trieben ihn persönliche und politische Enttäuschungen zu demselben Schritt.
Mit dem Namen Majakowski ist eine furiose Epoche in der russischen Kultur verknüpft. Der Mitbegründer des russischen Futurismus begrüßte die Revolution voller Leidenschaft und propagierte sie in Schauspielen („Mysterium buffo“) und Poemen („150.000.000“, „W. I. Lenin“).

In seinem reiferen Schaffen geißelt er in Satiren und utopisch-satirischen Komödien („Die Wanze“, „Das Schwitzbad“) Sowjetbürokratie und Spießertum. Berühmt ist auch seine Liebeslyrik („Wolke in Hosen“). Majakowski revolutionierte mit neuen Verfahren die Dichtkunst des 20. Jahrhunderts.

(sb/.rufo)



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