Dienstag, 21.04.2020

Geschichte Russland: Neue Militärdoktrin

St. Petersburg. Am 21. April 2000 trat durch einen Präsidentenerlass die neue Militärdoktrin Russlands in Kraft. Sie schreibt fest, dass zur Verteidigung des Landes alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden können, einschließlich Atomwaffen.
Im Unterschied zur vorangegangenen Militärdoktrin formuliert das neue Dokument klar und eindeutig, unter welchen Umständen Atomwaffen zum Einsatz kommen dürfen.

Nämlich ausschließlich im Falle einer Aggression gegen Russland und wenn das Land mit „gewöhnlichen Mitteln“ nicht vor der Vernichtung und vor dem Auslöschen als Staatsgebilde und das Volk nicht vor der Versklavung gerettet werden können.

Daraus folgt, dass Russland niemals von selbst Atomwaffen einsetzen darf, es sei denn ein Angriff von außen bedroht seine Existenz.

(sb/.rufo)



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