Mittwoch, 20.09.2017

Geschichte Russland: Raissa Gorbatschowa gestorben

St. Petersburg. Am 20. September 1999 starb Raissa Gorbatschowa, die Gattin des letzten Generalsekretärs der KPdSU und ersten Präsidenten der UdSSR an Leukämie. Sie starb in einem Krankenhaus in Münster und liegt auf dem Neujungfrauenfriedhof in Moskau begraben.
Raissa Gorbatschowa war die erste wirkliche „First Lady“ der UdSSR. Bis dahin waren die Gattinnen der sowjetischen Parteichefs stets im Hintergrund geblieben und in der Öffentlichkeit kaum bekannt. In den Zeiten des großen Umbruchs leistete Frau Gorbatschowa umfangreiche Aufklärungs- und Wohltätigkeitsarbeit im Lande.

International fand sie große Anerkennung, was sich u. a. in mehreren renommierten Auszeichnungen niederschlug. Raissa Gorbatschowa wurde in der Weltöffentlichkeit als Botschafterin des Friedens anerkannt.

Schwerer hatte sie es im eigenen Lande. Ihre elegante, weltgewandte Erscheinung traf bei vielen durch die sozialen Umwälzungen im Lande verarmten Mitbürgern auf Missverständnis und Ablehnung.



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