Freitag, 08.09.2017

Geschichte Russland: Schlacht bei Borodino

St. Petersburg. Am 8. September 1812 kam es 110 Kilometer vor Moskau, beim Dorf Borodino, zwischen Russen und Franzosen zu einer entscheidenden Schlacht. Am 8. September 1941 begann die Belagerung von Leningrad.
Napoleons Ziel, die russische Armee zu zerschlagen, schlug fehl. Beide Seiten erlitten große Verluste. Oberbefehlshaber Michail Kutusow wollte die Franzosen ein weiteres Mal stellen, konnte aber keine ausreichenden Kräfte zusammenziehen. Daraufhin traf der Kriegsrat am 13. September die schwere Entscheidung, Moskau kampflos zu räumen.

Napoleon rückte in eine von ihren Bewohnern verlassene Stadt ein. Am nächsten Tag brach ein Feuer aus, das fast ganz Moskau vernichtete. Ohne Verpflegung und Unterkünfte waren die Franzosen gezwungen, sich zurückzuziehen. Der Feldzug der Franzosen gegen Russland endete in einem Fiasko, der Mythos von der Unbesiegbarkeit Napoleons war dahin.

Knapp 130 Jahre später versuchte Hitler erneut die Eroberung Russlands. Am 8. September 1941 gelang es der Wehrmacht, Schlüsselburg am Ladoga-See zu erobern und Leningrad vollends einzukesseln.
872 Tage später war die Belagerung beendet. Hitlers "Unternehmen Barbarossa" endete ebenfalls in einem Fiasko, das umso schlimmere Folgen hatte, da der "totale Krieg" mit seinen modernen technischen Möglichekeiten niemals zuvor gesehene Zerstörungen hervorgebracht hatten.
(sb/.rufo)


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