Dienstag, 12.05.2020

Geschichte Russland: Schwedische Festung erobert

St. Petersburg. Am 12. Mai 1703 Jahren eroberte die russische Armee unter Feldmarschall Scheremetjew die schwedische Festung Nyenschanz am Eintritt des Ochta-Flüsschens in die Newa. Über 300 Jahre später plante der Gasmonopolist Gazprom an derselben Stelle die Errichtung des ersten Petersburger Wolkenkratzers.
Die Einanhme von Nyenschanz hatte Folgen, denn nun war der gesamte Lauf der Newa bis hin zur Ostsee in russischer Hand. Nur wenige Wochen später kam es zu einem Ereignis von welthistorischer Bedeutung – St. Petersburg wurde gegründet.

Noch ein paar Worte zu Nyenschanz: Die potente Festung und florierende Stadt ging ganz und gar als Baumaterial für St. Petersburg drauf und war schon wenige Jahre später (zumindest oderirdisch) spurlos verschwunden.

Bei archäologischen Grabungen kamen in den letzten Jahren die Fundamente und viele wertvolle Funde an die Oberfläche. Möglicherweise wird an dieser Stelle ein Museum unter freiem Himmel entstehen.
Dies ist möglich, weil der vereinte Widerstand von Denkmalschützern den Bau des Gazprom-Turms gestoppt hat. Der Gasmonopolist zieht mit seinen gigantomanischen Plänen in ein Neubauviertel am Finnischen Meerbusen.

(sb/.rufo)


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