Mittwoch, 12.06.2019

Geschichte Russland: Tag Russlands ist arbeitsfrei

St. Petersburg. Seit 1994 ist der heutige Tag ein arbeitsfreier Staatsfeiertag, an dem das Land die Annahme der "Deklaration zur staatlichen Souveränität" der Russischen Föderation feiert. Dies geschah am 12. Juni 1990 beim Ersten Kongress der Volksdeputierten der RSFSR.
Bis zum 12. Juni 1990 war die RSFSR (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) die größte Teilrepublik der Sowjetunion, aber eben nur ein Teil, der der sowjetischen Führung im Moskauer Kreml strikt untergeordnet war.

Die von Boris Jelzin betriebene Ausrufung der "Unabhängigkeit Russlands von Moskau" war ein Zeichen der Zeit, als demokratische Bewegungen begannen, der immer noch herrschenden kommunistischen Partei das Monopol abzusprechen.

Die KPdSU hatte sich längst als unfähig erwiesen, das Land weiter in die Richtung sozialer und ökonomischer Reformen zu leiten. Als erste hatten sich die baltischen Sowjetrepubliken und Georgien bereits als unabhängig erklärt.

Genau ein Jahr später fanden die ersten freien Präsidentenwahlen statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,66 Prozent. Mit absoluter Mehrheit (57,3 Prozent) und allen anderen Kanditaten um Längen voraus entschied Jelzin die Wahl für sich und wurde damit zum ersten Präsidenten Russlands.

(sb/.rufo)



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