Mittwoch, 12.07.2017

Geschichte Russland: Wolgograd feiert Geburtstag

St. Petersburg. Am 12. Juli (nach alter Zeitrechnung) 1589 befahl eine Urkunde des Zaren, an der Wolga eine Festung zu errichten. Daraus entwickelte sich die Stadt Zarizyn, später Stalingrad und heute Wolgograd.
Die Neugründung in den Steppen sollte die südlichen Grenzen des Landes sichern. Der Name Zarizyn hat nichts mit Zaren oder Zarinnen zu tun, sondern könnte nach Expertenmeinung entweder „goldener Sand“ oder „gelbes Wasser“ bedeuten.

Und doch war die „zaristisch“ angehauchte Bezeichnung den Sowjetführern ein Dorn im Auge. Ganz im Geiste der Zeit bekam die Stadt im April 1925 einen neuen Namen – Stalingrad. Unter ihm ging sie in die Weltgeschichte ein.

Hier tobte im Winter 1942/1943 die berühmte „Schlacht von Stalingrad“, die dem Zweiten Weltkrieg seine endgültige Wendung gab. Im Zuge der Entstalinisierung wurde die Metropole an der Wolga erneut umbenannt und heißt seit November 1961 Wolgograd.

(sb/.rufo)



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