Samstag, 20.04.2019

Russland Geschichte: „Schlacht um Moskau“ geschlagen

St. Petersburg. Am 20. April 1942 ist die als „Unternehmen Taifun“ betitelte Offensive der Wehrmacht gegen die russische Hauptstadt endgültig beendet. Nach monatelangen harten Kämpfen errang die Rote Armee den ersten prinzipiellen Sieg und leitete die Wende im Zweiten Weltkrieg ein. Das war kein schönes Geburtstagsgeschenk für den deutschen „Führer“ Adolf Hitler, der just am 20. April 1942 seinen 53. Geburtstag feierte.
Der Angriff der Heeresgruppe „Mitte“ gegen Moskau hatte am 30. September 1941 begonnen. Trotz verzweifelten Widerstands kamen die Truppen der Wehrmacht bis auf 80-100 Kilometer an die sowjetische Hauptstadt heran.

Die Lage wurde brenzlig, Mitte Oktober erging der Befehl, Staatsbehörden, einen Teil der Industrie und der Bevölkerung ins Hinterland zu evakuieren. In der Stadt brach Panik aus; Gerüchte wollten wissen, die Sowjetführung wolle Moskau den Deutschen überlassen. Schließlich wurde am 20. Oktober der Belagerungszustand ausgerufen.

Anfang Dezember ging die Rote Armee zum Gegenangriff über und befreite in den folgenden Monaten das Moskauer Vorland. In der Geschichte des Zweiten Weltkriegs stellt die „Schlacht um Moskau“ eine Zäsur dar, denn die Sowjetarmee errang nun nach und nach die strategische Initiative über den Gegner.

(sb/.rufo)



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