Freitag, 11.08.2017

Russland Geschichte: Abramzewo und Rolling Stones

St. Petersburg. Am 11. August 1920 wurde das Museumslandgut „Abramzewo“ gegründet. Das gemütliche Anwesen liegt unweit von Sergijew Possad bei Moskau und gehörte einst zu den bedeutendsten Zentren der russischen Kultur.
Als der Schriftsteller Sergej Aksakow 1843 das Gut erwarb, lud er seine Dichterfreunde ein, die nur allzu gerne in dieses „himmlische Paradies“ kamen, als das der Hausherr es voller Begeisterung bezeichnete. Oft und lange weilten hier z. B. Turgenew und Gogol.

1870 geht Abramzewo in den Besitz des Kunstliebhabers Sawwa Mamontow über. Nun wird es von Malern okkupiert, deren Namen jedem Kenner der russischen Kunst auf der Zunge vergehen: Repin, Surikow, Kramskoj, Polenow, Antokolski, Wasnezow, Lewitan, Serow, Korowin, Nesterow und Wrubel.

1920 wurde in dem Landgut ein Literatur-, Geschichts- und Kunstmuseum eingerichtet. Jährlich finden mehr als 250.000 Kulturliebhaber den Weg in diesen malerischen Winkel.
Auch Kunst, aber von ganz anderer Art: Am 11. August 1998 traten die Rolling Stones erstmals in Russland auf. Unmittelbar vor dem großen Währungskrach traten sie im Luschniki-Stadion in Moskau auf. Neun Jahre später ließen die legendären Altrocker den Petersburger Schlossplatz erbeben.

(sb/.rufo)


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