Sonntag, 08.03.2020

Russland Geschichte: Am Frauentag verschwand K-129

Moskau. Vielleicht ist der 8. März deswegen zum Weltfrauentag geworden, weil es an diesem Tag sonst überhaupt nichts zu feiern gäbe. Der Verdacht liegt nahe, denn dass am 8. März 1968 das sowjetische U-Boot K-129 verschwand, ist kein Grund zum Feiern.
Und der Anlass für den Weltfrauentag hatte eigentlich schon am 7. März stattgefunden. Am 7. März 1857 hatten nämlich in New York Textilarbeiterinnen gegen die haarsträubenden Arbeitsbedingungen demonstriert.

1910 schlug Klara Zetkin auf einer Frauenkonferenz der Zweiten Sozialistischen Internationale in Kopenhagen vor, einen Tag als weltweiten Kampftag für Frauenrechte zu begehen.

1911 wurde für diesen Zweck der 19. März ausgewählt. Zwei Jahre später verschob sich das Ereignis auf den 8. März. Seitdem ist der 8. März der Internationale Frauentag, ganz besonders in Russland.

Ausgerechnet an diesem Tag verschwand das sowjetische U-Boot K-129 bei einem Einsatz im Pazifik bei Hawai spurlos. Zwischen 98 und 105 Seeleute kamen ums Leben. Die Umstände der Katastrophe sind bis heute geheimnisumwittert.

Manche Quellen nennen auch den 11. April als Untergangsdatum. Auf dem Boot war möglicherweise eine der Raketen explodiert. Dem CIA gelang es in einer Geheimoperation im Jahre 1974, Teile des Bootes aus 5 km Tiefe zu bergen. Die UdSSR bestritt das allerdings.

(him/.rufo)



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