Dienstag, 22.12.2020

Russland Geschichte: Aufstand in Moskau

St. Petersburg. Als Nikolaus II. im Oktober 1905 Zugeständnisse an die revolutionäre Bewegung machte, indem er persönliche Freiheiten und ein Parlament in Aussicht stellte, schien es, als sei die erste russische Revolution zu Ende. Doch dem war nicht so: Am 22. Dezember gingen in Moskau Arbeiter auf die Barrikaden.
Zwischen dem 23. und 26. Dezember tauchten in allen Moskauer Stadtteilen Straßenbarrikaden auf, die von mehreren Tausend Arbeitern besetzt waren. Neun Tage lang lieferten sie sich Gefechte mit der Polizei und Armee. An der Spitze des Aufstands standen die Bolschewiki.

Am 28. und 29. Dezember kamen vom Zaren abkommandierte Truppenteile in die Stadt, worauf der Aufstand schnell und grausam niedergedrückt wurde.
Danach ebbte die revolutionäre Welle ab, auch wenn es noch bis Sommer 1907 immer wieder zu lokalen Erhebungen kam.



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