Montag, 30.12.2019

Russland Geschichte: Das Drama um Rasputins Tod

St. Petersburg. Am 30. Dezember 1916 wurde in St. Petersburg der „Wunderheiler“ und „ehrwürdige Mönch“ Grigori Rasputin ermordet. Bis er endlich tot war, waren Gift, Pistolen, würgende Hände und Hanteln in Aktion. Nichtsdestotrotz war die endgültige Todesursache… Ertrinken.
Rasputin bekam 1907 Zugang zum Zarenhof, weil er als einziger fähig war, die Blutungen von Zarewitsch Alexej, der an der Bluterkrankheit litt, zu stillen. Mit den Jahren erwarb er sich damit den Ruf eines Wunderheilers und sammelte eine riesengroße, hauptsächlich aus weiblichen Anhängerinnen bestehende „Fangemeinde“ um sich.

Sein zunehmender politischer Einfluss auf den Zaren war einigen Vertretern des Hochadels aber mehr und mehr ein Dorn im Auge. Zudem warfen Rasputins ausschweifende Orgien ein schlechtes Licht auf die ohnehin der Agonie entgegendriftende Monarchie.

Am 30. Dezember 1916 lud eine Verschwörergruppe den Starez in das Jussupow-Palais ein. Der vergiftete Kuchen zeigte keine Wirkung, die daraufhin abgefeuerten Schüsse verletzten Rasputin nur. Als er zu entkommen drohte, wurde nochmals geschossen. Den leblosen Körper brachten die Verschwörer zur Kleinen Newka, wo sie ihn unters Eis schoben.

Die spätere Obduktion ergab, dass Rasputin in dem Moment noch am Leben war. Den Tod brachte ihm erst das eiskalte Newa-Wasser. Diese längst legendäre Figur der russischen Geschichte ist wahrlich ein wunderbares Beispiel für den dummen deutschen Spruch: „Der ist nicht totzukriegen!“



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