Mittwoch, 17.05.2017

Russland Geschichte: Djagilew erobert erneut Paris

St. Petersburg. Bereits 1908 hatte der russische Impressario und Kunstkritiker Sergej Djagilew die westliche Kulturwelt mächtig aufgemischt, als er in Paris mit Mussorgskis „Boris Godunow“ aufwartete. Die sieben Aufführungen mit Fjodor Schaljapin in der Titelrolle waren ein sensationeller Erfolg.
Im Jahr darauf kam Djagilew mit einer Balletttruppe wieder und erlebte am 17. Mai einen wahren Triumph. Das Datum gilt als Geburtsstunde der berühmten „Saisons russes“.

Den Triumph verdankte Djagilew vor allem dem Balletttänzer Wazlaw Nijinski, der Paris mit seiner Kunst im Handumdrehen eroberte.
Seine Auftritte in diesem und den folgenden Jahren brachten ihm den Ruhm des weltweit besten Tänzers ein. Dem triumphalen Flug der russischen Opern- und Ballettkunst setzte erst der Erste Weltkrieg ein Ende.

(sb/.rufo)



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