Dienstag, 31.03.2020

Russland Geschichte: Frischer Wind aus Paris

St. Petersburg. Der 31. März zeitigt zwei Ereignisse, die alle Kriegsgegner erfreuen werden: 1991 segnete der Warschauer Pakt das Zeitliche; 1814 zogen die verbündeten europäischen Mächte England, Österreich, Russland und Preußen in Paris ein und setzten Napoleons Herrschaft ein (vorläufiges) Ende.
An beiden Ereignissen hatte Russland maßgeblichen Anteil. Unter Federführung der UdSSR war der Warschauer Pakt, das Militärbündnis der kommunistischen Staaten Osteuropas, 1955 als Gegengewicht zur NATO entstanden.

Der Sitz der Organisation war in Moskau, und auch das Oberkommando hatte stets ein Sowjetgeneral inne. Nach der Auflösung des sozialistischen Lagers nach der Wende von 1989 verlor der Warschauer Pakt seine Bedeutung, so dass seine Auflösung am 31. März 1991 nur noch ein formeller Akt war.

Zar Alexander I. und seine Truppen kehrten 1814 nicht nur als Helden aus Paris nach Russland zurück, sondern hatten Dinge im Gepäck, die Russlands weitere Entwicklung entscheidend beeinflussen sollten:
In Architektur und Kunst zog der Empire-Stil ein, und die in Paris aufgegriffenen Ideen von Freiheit und Gleichheit ergossen sich nur wenige Jahre später in einen ersten Aufstand gegen die Autokratie (Dekabristenaufstand von 1825).

(sb/.rufo)



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