Mittwoch, 11.03.2020

Russland Geschichte: Gorbi gewählt, Litauen souverän

Moskau. Am 11. März 1985 wurde Michail Gorbatschow als Generalsekretär des Politbüros des Zentralskomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion gewählt. Der Tag gilt als Geburtstag der Perestroika. Es war wohl kein Zufall, dass genau am 11. März 1990 der Oberste Sowjet der Litauischen Sowjetrepublik die Unabhängigkeit Litauens von Moskau erklärte.
Michail Gorbatschow verkörperte bei seiner Wahl zum Generalsekretär die Hoffnung auf Modernisierung der Sowjetunion. Das Schlagwort seiner ersten großen Kampagne war denn auch „Beschleunigung“ – der Produktion. Später kamen „Glasnost“ (Transparenz) und „Perestroika“ (Umbau) dazu.

Gemeint war mit dem Umbau aber nicht der Abriss der Sowjetunion. Im Kommentar für Russland-Aktuell erklärte Gorbatschow: Auch heute ist die Perestroika aktuell .

Der Souveränitätserklärung der Litauer war eine dramatische Auseinandersetzung um den Fernsehsender von Wilnius (Wilna) vorausgegangen, der am 13. Januar 1990 von sowjetischen Sondereinheiten besetzt worden war.

Die Souveränitätserklärung Litauens setzte eine Kettenreaktion in Gang, die zum Abfall der drei baltischen Republiken und Georgiens von Moskau führte – und schließlich im Zusammenbruch des Sowjetsystems endete.

(him/.rufo)



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