Dienstag, 03.10.2017

Russland Geschichte: Jelzin gegen das Weiße Haus

St. Petersburg. Am 3. Oktober 1993 wuchs die Konfrontation zwischen Russlands erstem Präsident Jelzin und dem Parlament in einen offenen Konflikt aus. Jelzin verhängte den Ausnahmezustand über Moskau und brach den Widerstand im Weißen Haus an der Moskwa mit Waffengewalt.
Der Hintergrund für die eskalierende Konfrontation basierte auf verschiedenen Ansichten über die weitere Entwicklung des Landes. Während Boris Jelzin eine Präsidialrepublik anvisierte, strebten die Parlamentarier des Obersten Sowjets der Russischen Föderation nach einer Beschränkung der Macht des Präsidenten.

Im Endeffekt setzte sich Jelzins Konzept durch. Dass es dabei jedoch zu fast kriegerischen Auseinandersetzungen kam, wird bis heute scharf kritisiert.

Bei der „Verteidigung“ des Parlamentssitzes, dem so genannten „Weißen Haus“ am Ufer des Moskwa-Flusses, kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.



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