Sonntag, 16.02.2020

Russland Geschichte: Kim Jon Il und Tuchatschewski

Moskau. Der Geburtstag des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il (in Russland Kim Tschen Ir genannt) am 16. Februar 1942 ist in Nordkorea einer der höchsten Feiertage. Sein Geburtsort ist laut offizieller Geschichtsschreibung der höchste Berg im Norden Nordkoreas.
Russische Quellen meinen, Kim Jong Il sei in Wirklichkeit in einem Lager der Roten Armee im Fernen Osten der Sowjetunion geboren.

Nach offizieller Version wurde Kim Jong Il als Sohn des Partisanenführer Kim Il Sung (russisch meist Kim Ir Sen) im Gebiet des Kratersees auf dem heiligen Berg Paektu-san in einem geheimen Partisanenlager geboren.

Russische Quellen hingegen wollen sicher wissen, dass zu dieser Zeit die koreanischen Partisanen vor dem Druck der japanischen Besatzer in die Sowjetunion ausgewichen waren.

Sowjetmarschall Michail Tuchatschewski half der Schwarzen Reichswehr


Am 16. Februar 1893 erblickte der spätere Sowjetmarschall Michail Tuchatschewski das Licht der Welt, der 1937 auf Befehl Stalins erschossen wurde. Tuchatschewski war Kind einer russischen Adelsfamilie, absolvierte eine Militärschule, diente als Offizier im Ersten Weltkrieg, geriet in deutsche Gefangenschaft, flüchtete aber und schlug sich mit einem Fußmarsch über 1.500 km nach Hause durch.

Tuchatschewski nahm maßgeblich am Bürgerkrieg und am Aufbau der Roten Armee teil. Er sorgte auch in Zusammenarbeit mit der so genannten „Schwarzen Reichswehr“ für die Modernisierung der Roten Armee. Die Schwarze Reichswehr bildete insgeheim auf sowjetischen Truppenübungsplätzen unter anderem Einheiten der Luftwaffe aus, was laut Friedensvertrag von Versailles verboten war.

Tuchatschewski unterhielt auch in den 30iger Jahren als Marschall der Roten Armee gute Beziehungen zur Wehrmacht und der Deutschen Botschaft in Moskau. Stalin warf Tuchatschewski 1937 Teilnahme an einer trotzkistischen Verschwörung vor und ließ ihn erschießen.

(gim/.rufo)


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