Samstag, 22.02.2020

Russland Geschichte: Münchhausen beinahe Zarenberater

Moskau. Dass am 22. Februar 1797 der Baron von Münchhausen starb, ist kein Lügenmärchen. Den Baron hat es wirklich gegeben, und er hat tatsächlich einige Jahre in der russischen Armee den Zaren im Krieg gegen die Türken gedient.
Thronerbe Paul I. verlieh dem Baron dafür sogar den Anna-Orden und wollte Münchhausen als Berater für Europa-Angelegenheiten an seinen Hof holen. Der Kurier des Zaren erreichte den Baron aber nie.

Der Weg des Kuriers nach Bodenwerder führte im Herbst 1773 von Petersburg über Königsberg. Dort, so heißt es, habe der Kurier drei Tage lang dem Schnaps so zugesprochen, dass er von einer Brücke in die Pregel fiel, sich erkältete und starb.

Diese abenteuerliche Geschichte, über die damals sogar die ostpreußische Presse berichtete, ist mittlerweile sogar dokumentiert. Der Anna-Orden für Baron Münchhausen und der Säbel des Kuriers wurden kürzlich in Kaliningrad aus der Pregel geborgen. Russland-Aktuell berichtete darüber – und auch darüber, wie Münchhausen in Königsberg einst vergaß, sein Bier zu bezahlen.

Erstmals Hunde im All


Besonders denkwürdig ist der 22. Februar auch deswegen, weil an diesem Tag im Jahre 1966 im Sputnik „Kosmos 110“ von der Sowjetunion erstmals eine lebende Besatzung in den Weltraum geschossen wurden.
Die Hunde Wetjerka und Ugolka kehrten am 16. März sogar lebend zur Erde zurück.

(gim/.rufo)



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