Montag, 11.05.2020

Russland Geschichte: Peter I. entdeckt die Seefahrt

St. Petersburg. Die Leidenschaft des ersten russischen Kaisers Peter I. für das Meer und die Schifffahrt ist sprichwörtlich. Schon mit 16 fing er auf dem See von Pereslawl-Salesski an, sich eine „Spielflotte“ aufzubauen. Sechs Jahre später stach er erstmals richtig in See.
Am 11. Mai 1694 machte Peter sich von Moskau auf den Weg zum Weißen Meer. Jetzt fühlte er sich frei: Seine Mutter war gestorben, und das ihm von ihr abverlangte Versprechen, sich nicht aufs Wasser zu begeben, war hinfällig geworden.

Von Archangelsk aus fuhr er mit dem Schiff „Heiliger Petrus“ Solowezki-Kloster und geriet in einen fürchterlichen Sturm. Die Lage war so schlimm, dass der Zar die Beichte ablegte und das letzte Abendmahl nahm, aber das Unwetter legte sich.

Zurückgekehrt nach Archangelsk, verbrachte der Zar Stunden um Stunden auf den holländischen und englischen Werften und ließ sich im Schiffbau unterweisen.

Im August unternahm Peter dann seine erste große Seefahrt. Bis zur Gründung des Hafen- und Flottenzentrums St. Petersburg sollten weitere neun Jahre vergehen.

(sb/.rufo)


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