Freitag, 21.02.2020

Russland Geschichte: Peter III., der Sechs-Monats-Zar

Moskau. Am 21. Februar 1728 erblickte der spätere Zar Peter III. das Licht der Welt, der dank seiner Frau kürzer als alle anderen auf dem Zarenthron saß – von Januar bis Juli 1762.
Zar Peter wurde in Schleswig-Holstein geboren. Seine Frau hieß Sophie von Anhalt-Zerbst, später nach dem rabiaten Gattenmord bekannt geworden unter dem Namen Katharina die Große.

Zar Peter war tatsächlich ein Enkel Peters des Großen, der seinerzeit seine Tochter aus dynastischen Überlegungen nach Schleswig-Holstein verheiratet hatte.

Schließlich stellten die Herzöge von Schleswig-Holstein manchmal auch das Dänische Königshaus. Und Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein hatte Zar Peter dem Großen, als der zu Gast auf Schloss Gottorf war, den weltberühmten Globus von Gottorf geschenkt.

Gottorf war ein wirkliches Zentrum der europäischen Wissenschaft und Kultur. Von hier aus starteten gar Weltexpeditionen wie die an Hof des persischen Schah.

Der kleine Peter war also gar nicht begeistert davon, als er auf Beschluss seiner Tante, der Zarin Elisabeth, als Reservezar von der Schlei an die Newa nach Petersburg re-importiert wurde – und das auch noch mit Sophie von Anhalt-Zerbst an der Seite.

Kaum hatte Peter im Januar 1762 den Thron bestiegen, schloss er Frieden mit Preußen und schenkte dem preußischen König Friedrich dem Großen das gerade von Russland eroberte Königsberg (mitsamt dem Philosophen Emanuel Kant) wieder zurück.
Dass Peter III. den Dienstzwang für den russischen Adel aufhob, machte ihn auch nicht populärer. Zumindest ließ ihn seine Frau, die inzwischen auf den Namen Katharina umgetauft worden war, mit Hilfe ihres Günstlings, des Grafen Alexander Orlow, stürzen und ermorden.

(gim/.rufo)



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