Samstag, 23.09.2017

Russland Geschichte: Petersburg steht unter Wasser

St. Petersburg. Am 23. September 1924 stieg der Pegel in den Petersburger Flüssen und Kanälen auf 369 Zentimeter über den normalen Wasserstand. Damit hatte Petersburg/Leningrad die zweithöchste Überschwemmung in seiner Geschichte.
Dies ereignete sich fast genau 100 Jahre nach dem verheerenden Hochwasser von 1824. Witzbolde wussten auch den Grund für die Empörung der Naturgewalten: Nachdem die Stadt im Januar von Petrograd in Leningrad umbenannt worden war, sollte nun auch die Newa einen neuen Namen bekommen.

Und nicht irgendwie sollte sie fortan heißen, sondern „Rosa Luxemburg“. Ihren Protest verkündete die stolze Newa auf für einen Fluss angebrachte Weise:

Sie schwoll an vor Wut und trat über die Ufer. Seitdem hat niemand mehr versucht, der Newa einen neuen Namen zu verpassen…



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