Donnerstag, 21.01.2021

Russland Geschichte: Pugatschow gevierteilt, Lenin tot

St. Petersburg. Das Wichtigste am 21. Januar ist für manche, dass der Todestag Wladimir Lenins, Alexander Herzens und Jemeljan Pugatschows in Russland heute als Tag der Pioniertruppen begangen wird.
Im Jahre 1701 hatte Peter der Große die erste Schule für Pioniertruppen gegründet, in der die ersten professionellen russischen Minenleger und –räumer ausgebildet wurden. Am selben Tag im Jahre 1775 ließ Katharina die Große in Moskau den Rebellen Pugatschow öffentlich hinrichten.

Pugatschow hatte einen Bauern- und Kosakenaufstand im Süden des Reiches angezettelt. Im August 1773 rief er sich selbst als Zar Peter III. aus, der angeblich dem Mordanschlag seiner Ehefrau Katharina entkommen sei. Er eroberte mit seinen Truppen weite Gebiete zwischen Südural und Wolga und rückte sogar auf Kasan vor.
Pugatschow wurde von Marschal Suworow gefangen, in einem Käfig nach Moskau geschafft und dort auf dem "Sumpfplatz" (Bolotnaja Ploschtschad´) gegenüber vom Kreml gevierteilt, dort wo heute das Hotel Kempinski-Baltschug steht, in dem heute die Schönen, Reichen und Mächtigen absteigen.

Am 21. Januar 1870 starb der Revolutionär, Schriftsteller und Philosoph Alexander Herzen, einer der führenden Köpfe der russischen Intelligenzia im 19. Jahrhundert.

Am 21. Januar 1924 starb Wladimir Lenin im Alter von nur 54 Jahren. Umstritten ist bis heute die Todesursache: hatte Stalin ihn mit Pilzen vergiftet? War Lenins Siechtum die Folge des Attentates mit vergifteten Kugeln der Sozialrevolutionärin Fanny Kaplan am 30. August 1918? Oder hatte der Vater der Oktoberrevolution sich sogar irgendwann mit Syphilis infiziert?


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