Samstag, 19.08.2017

Russland Geschichte: Putschversuch scheitert

St. Petersburg. Am 19. August 1991 kam es in Moskau zum Versuch, die bröckelnde Macht der kommunistischen Partei durch einen Staatsstreich zu restaurieren. Zwei Tage später war der Spuk vorbei, und am Jahresende gehörte das Staatsgebilde Sowjetunion bereits der Vergangenheit an.
Die Putschisten verhängten den Ausnahmezustand im Land und verboten fast alle Zeitungen. Präsident Michail Gorbatschow wurde auf seiner Datscha in Foros festgehalten. Den Widerstand gegen die Putschisten leitete Boris Jelzin, der damalige Präsident der RSFSR.

Im Laufe des 20. August finden in vielen Städten des Landes Massenkundgebungen gegen die Putschisten statt. In der Nacht auf den 21. August kommt es vor dem Parlamentssitz der RSFSR, dem Weißen Haus, zu einem militärischen Zusammenstoß, bei dem drei Verteidiger der Demokratie ums Leben kommen.

Einen Tag später war Gorbatschow wieder frei und kehrte nach Moskau zurück. Die Putschisten wurden verhaftet, kamen aber bereits zweieinhalb Jahre später im Zuge einer Amnestie wieder frei.

(sb/.rufo)



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