Mittwoch, 09.10.2019

Russland Geschichte: Sacharow bekommt Nobelpreis

St. Petersburg. Am 9. Oktober 1975 wurde dem Physiker und Menschenrechtler Andrej Sacharow der Friedensnobelpreis verliehen. Als einer der Väter der Wasserstoffbombe änderte Sacharow seit Ende der 1950er Jahre radikal seine Meinung und trat von nun an aktiv für das Verbot von Atomwaffen ein.
Seit den 60er Jahren waren Sacharow und seine Frau Jelena Bonner in der Menschenrechtsbewegung aktiv. Ein Jahr nach der Verleihung des Nobelpreises wird Sacharow Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte.

Nach dem öffentlichen Protest gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan wird das Ehepaar 1980 nach Gorki (heute wieder Nischni Nowgorod) verschickt, wo es bis 1986 unter Hausarrest steht.

Die Rückkehr nach Moskau fand auf persönliche Initiative von Michail Gorbatschow statt.



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