Freitag, 07.07.2017

Russland Geschichte: Samantha auf Friedenskurs

St. Petersburg. Am 7. Juli 1983 passierte etwas bis dahin Unerhörtes: Ein 11-jähriges amerikanisches Mädchen besuchte auf Einladung des sowjetischen Generalsekretärs die UdSSR und wurde zum Symbol für die „Diplomatie des Friedens“.
Es klingt tatsächlich wie ein Märchen: Samantha erblickte in der „Times“ ein Bild des gerade frisch zum Generalsekretär der KPdSU ernannten Juri Andropow, mit dem Kommentar, dieser Mensch sei sicher sehr gefährlich und wolle vielleicht sogar Krieg.

Samantha schrieb Andropow einen besorgten Brief und wurde schließlich von ihm eingeladen, sich auzuschauen, wie die Kinder in der Sowjetunion leben. Am 7. Juli 1983 machte sie sich mit ihren Eltern auf den Weg und löste in der UdSSR allseitige Begeisterung aus.

Andropow empfing das Mädchen dann doch nicht, weil er schon zu krank war. Das traurige Ende des schönen Märchens: Samantha starb zwei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz.

(sb/.rufo)



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