Donnerstag, 17.08.2017

Russland Geschichte: Unfall im sibir. Wasserkraftwerk

St. Petersburg. Am 17. August 2009 kam es im Wasserkraftwerk von Sajano-Schuschenskoje zu einem schweren Unfall, bei dem 75 Menschen starben. 1812 wurde gegen Napoleon die Schlacht bei Smolensk geschlagen.
Eine Turbine riss sich unter unheimlichen Druck aus ihrem Fundament und zerstörte den Maschinenraum, der dabei überflutet wurde. Nach den Opfern des Unglücks wurde tagelang gesucht. Das größte Wasserkraftwerk Russlands war völlig lahmgelegt und verursachte der Stromwirtschaft empfindliche Verluste.

Wie eine Untersuchungskommission feststellte, war die Anlage in Sibirien seit langem überlastet, hinzu kamen Betrug und Diebstahl seitens des mit der Wartung beauftragten Unternehmens.
Und ein Ereignis aus längst vergangenen Tagen: 1812 brauchten Napoleons Truppen drei lange Tage, um die Festung Smolensk zu nehmen. Dabei verloren die Franzosen jedoch 20.000 Mann, und die Russen gewannen wertvolle Zeit.

Am 15. August 1812, dem Geburtstag des großen Kaisers, war der Sturm auf Smolensk erfolglos geblieben. Als Napoleon am nächsten Tag 180.000 Soldaten aufbot und auf die entscheidende Schlacht hoffte, boten die Russen nur 30.000 Mann auf und entzogen sich dem Kampf.

Am 17. August setzten die Franzosen Smolensk unter hartes Dauerfeuer. Die Verteidiger verließen die Stadt in der Nacht, womit sie wertvolle Zeit gewannen und Napoleon dazu zwangen, am nächsten Tag in eine leere Festung einzuziehen.

(sb/.rufo)



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