Sonntag, 13.08.2017

Russland Geschichte: Verfolgte rehabilitiert

St. Petersburg. Am 13. August 1990 unterschrieb der damalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow einen Erlass, mit dem die Opfer der Repressionen der 1920er bis 1950er Jahre rehabilitiert wurden. In dieser Zeit waren etwa vier Millionen Menschen Verfolgungen durch das Regime ausgesetzt gewesen.
Allein 800.000 Personen wurden in diesem Zeitraum zum Tode verurteilt. Der Höhepunkt der Verurteilungen fällt in die Jahre 1937-1938, als 1,3 Millionen Menschen nach Paragraph 58 („konterrevolutionäre Verbrechen“) abgeurteilt und mehr als die Hälfte davon erschossen wurden.

Der Rehabilitierungsprozess begann nach Chruschtschows berühmter Rede „Über den Personenkult und seine Folgen“ beim XX. Parteitag im Jahre 1956 und fand seinen Abschluss mit Gorbatschows Erlass „Über die Wiederherstellung aller Rechte der Opfer der politischen Repressionen der 1920er bis 1950er Jahre“.
Am 13. August 2007 entgleiste der zwischen Moskau und St. Petersburg kursierende Schnellzug "Newski Express" in Folge eines Terroranschlags. 60 Personen wurden verletzt. Ein Anschlag zwei Jahre später hatte schlimmere Folgen: Am 27. November 2009 forderte ein Attentat auf den "Newski Express" 28 Tote und 90 Verletzte.

(sb/.rufo)


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