Samstag, 26.08.2017

Russland Geschichte: Verstaatlichung der Zirkusse

St. Petersburg. Am 26. August 1918 erließ der Rat der Volkskommissare ein Dekret, mit dem alle privaten Zirkusse nationalisiert wurden. Wegen ihres kulturellen Werts sollten sie zum „Nationaleigentum“ werden. Der Verstaatlichung folgte eine grundlegende Reform des Zirkusrepertoires.
Bereits einen Tag vor Veröffentlichung des Dekrets waren die beiden Moskauer Zirkusse am Zwetnoj Bulwar und an der Sadowaja-Triumfalnaja in Staatseigentum überführt worden. Sie erhielten nun die lakonischen Namen Erster und Zweiter Moskauer Staatszirkus.

Heute gibt es wieder private Zirkusse in Russland, der staatliche Zirkusverband bleibt mit seinen mehr als 40 Mitgliedsbühnen aber der größte und einflussreichste im Land.

(sb/.rufo)



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