Mittwoch, 02.08.2017

Russland Geschichte: Weißmeer-Ostsee-Kanal fertig

St. Petersburg. Die Verbindung zwischen dem Weißen Meer und dem Onega-See wurde in der Rekordzeit von einem Jahr und neun Monaten erbaut und am 3. August 1933 freigegeben. Möglich wurde dies durch die schonungslose Ausbeutung von etwa 280.000 Gulag-Häftlingen.
Der Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals verlief unter strengster Geheimhaltung. Mit primitiven Werkzeugen schlugen die Zwangsrekrutierten eine 227 Kilometer lange Schneise durch überwiegend felsigen Grund. Zum Vergleich: Der Bau des 160 Kilometer langen Suezkanals hatte zehn Jahre in Anspruch genommen.

Die einzigartige Anlage besitzt 19 Schleusen, 15 Staudämme, zwölf Wasserablässe, 49 Dämme und 33 künstliche Kanäle. Durch den Weißmeer-Ostsee-Kanal wurde der Zugriff auf die reichen Naturschätze des russischen Nordens ermöglicht.

Am 2. August 1996 wurde in Russland das letzte Todesurteil vollstreckt. Seither gilt ein Moratorium auf die Todesstrafe. Letzter Delinquent war der 36-jährige Moskauer Sergej Golowkin, der zwischen 1986 und 1992 13 Jungen geschändet und ermordet hatte.
2007 wurde die russische Flagge an einem ganz ungewöhnlichen Ort gehisst, nämlich in 4.000 Meter Tiefe am Nordpol. Dieser symbolische Akt war der Höhepunkt einer Expedition mit den beiden Tiefsee-U-Booten "Mir-1" und "Mir-2".

(sb/.rufo)


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