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| Der Fernsehsender NTW setzte eine Belohnung für Hinweise aus, die zur Verhaftung des Verdächtigen führen (Foto: NTW) | |
Dienstag, 07.03.2006
Journalisten-Mord: Polizei fahndet nach Moldawier
Moskau. Der Mord an dem russischen Fernsehreporter Ilja Simin hat offenbar nichts mit dessen journalistischer Arbeit zu tun. Die Polizei fahndet inzwischen landesweit nach einem dringend tatverdächtigen Moldawier.
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Der Mann hatte kurz nach der Tat mit dem aus Simins Wohnung verschwundenen Handy seine Mutter angerufen. Einem Bericht der Zeitung „Nowyje Iswestia“ zufolge entging der mutmaßliche Täter nur knapp seiner Verhaftung. Der 21-jährige Moldawier flüchtete aus seiner Wohnung im Moskauer Umland, kurz bevor ein Eingreifkommando der Kriminalpolizei dort eintraf.
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30.000 Euro Belohnung ausgesetzt
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Am Dienstagnachmittag meldeten russische Medien, der Mann sei in der moldawischen Stadt Taraclia gesehen worden. Simins Fernsehsender NTW setzte inzwischen eine Belohnung von einer Million Rubel (knapp 30.000 Euro) für Hinweise aus, die zur Verhaftung des Täters führen.
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Nach Angaben der Behörden ist der Tathergang inzwischen weitgehend rekonstruiert: Der TV-Reporter hatte den Abend des 25. Februar gemeinsam mit Freunden in einem Vergnügungszentrum in der Moskauer Innenstadt verbracht. Dort oder auf dem Heimweg hatte er seinen späteren Mörder kennen gelernt. Die beiden Männer fuhren in Simins nahe des Fernsehzentrums gelegene Wohnung und begossen ihre Bekanntschaft dort mit Wodka.
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Am frühen Morgen brach nach Ansicht der Ermittler ein Streit zwischen den beiden aus, der dazu führte, dass der Moldawier den TV-Reporter mit einem Blumentopf niederschlug und anschließend aus der Wohnung flüchtete. Simin war nicht sofort tot. Nachbarn hörten seine Hilferufe, konnten aber nicht identifizieren, aus welcher Wohnung sie ertönten. Nach einigen Stunden erlag der 33-Jährige schließlich seinen schweren Kopfverletzungen.
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Da Simin seinen Mörder offensichtlich selbst in die Wohnung gelassen hatte und außer dem Handy und einem Notebook keine weiteren Wertsachen gestohlen wurden, hielten die Ermittler einen Raubmord von Anfang an für unwahrscheinlich. Kollegen wollten jedoch nicht ausschließen, dass Simins Recherchen zu heiklen Themen mit der Tat zusammenhängen könnten.
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(epd/kp)
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