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| Alexej Piwowarow moderiert | |
Donnerstag, 09.12.2004
Parfjonow-Nachspiel: TV-Verbot wegen Nachtretens
Moskau. Der NTW-Moderator Alexej Piwowarow ist von seinem Sender wegen „Verletzung ethischer Normen“ für einen Monat vom Bildschirm verbannt worden. Er hatte die Ernennung seines „Lehrmeisters“ Leonid Parfjonow als Chefredakteur des russischen Newsweek zum Anlass genommen, noch einmal dessen spektakulären Rauswurf bei NTW zu kommentieren und die Sendeleitung zu kritisieren.
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„In Russland ist es manchmal besser zu schreiben, als zu reden“, sagte Piwowarow in seiner Sendung „Land und Welt". In seinem Kommentar warf er dem Ex-NTW-Generaldirektor Nikolai Senkjewitsch vor, mit der Entlassung Parfjonows eine persönliche Rechnung beglichen zu haben. Senkjewitsch ist inzwischen zum Generaldirektor der Gasprom-Media AG, zu der auch der Sender NTW gehört, befördert worden.
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Die NTW-Pressesprecherin Maria Besborodowa begründete die einmonatige Sperre Piwowarows spiegelkonform: „Der Äther kann nicht zur Begleichung persönlicher Rechnungen genutzt werden“, sagte sie. Allerdings wird Piwowarow in dieser Zeit weiterhin aufnehmen und arbeiten können. Lediglich vor dem Bildschirm wird er vorläufig nicht zu sehen sein.
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Piwowarow, der eng mit Parfjonow zusammen arbeitete, war im September für seine Reportage „Blut mit Milch“ mit dem russischen Fernseh-Oscar Tefi geehrt worden. Die Reportage lief in dem Parfjonow-Programm „Namedni“, dass von NTW abgesetzt wurde.
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(ab/.rufo)
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