Mittwoch, 23.10.2002

Anatoli Tschubais

Anatoli Tschubais gilt als der Lenker der russischen Privatisierung in den 90er Jahren (Foto: Djatschkow/.rufo)
Generaldirektor der Staats-Holding Rosnano, einst Chef-Ideologe der russischen Privatisierung

Zitat: „Reformen sind meistens eine undankbare Angelegenheit.“
Geboren: 16. Juni 1955 in Borissow (Weißrussland).
Laufbahn: Doktor der Ökonomie. Arbeit als Ingenieur, Assistent und Dozent am Ingenieur-Institut in Leningrad. Stellvertreter von Anatoli Sobtschak im Leningrader Stadt-Sowjet. Vorsitzender des Komitees zur Verwaltung des Staatseigentums. Duma-Abgeordneter. Stellvertretender Premierminister. Leiter der Präsidialadministration. Finanzminister. Vorstandschef des Strommonopolisten RAO EES Rossii. Vorstandsmitglied der Partei SPS. Generaldirektor der Staats-Holding Rosnano.
Freunde: Jegor Gaidar, Alexej Kudrin, Sergej Wasiljew, Alfred Koch.
Feinde: Juri Luschkow, Gennadi Sjuganow, Andrej Illarionow.
Skandale: Tschubais und vier weitere Personen erhalten je 90.000 Dollar für ein noch nicht geschriebenes Buch über die russische Privatisierung. Tschubais verspricht Präsident Jelzin, 95% des Honorars für wohltätige Zwecke zu verwenden.
Familie: In zweiter Ehe verheiratet. Zwei Kinder aus erster Ehe.
Hobbies: Wassersport, neue Computertechnologien.